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Neue Werkstoffe  in Österreich 

Holzdach  © photocase.com/judigrafie

Österreich verfügt nicht nur über hervorragende Rahmenbedingungen für erfolgreiche Cluster-Arbeiten im Bereich Neuer Werkstoffe, sondern kann auch renommierte Technologiezentren sowie Forschungsinstitute präsentieren.

 

Was sind Neue Werkstoffe?

Neue Werkstoffe sind ein wesentlicher Bestandteil hochinnovativer Technologiefelder. Eine Reihe von Schlüsseltechnologien wäre ohne den Einsatz neuer Werkstoffe nicht realisierbar, dazu zählen unter anderem:

  • Informationstechnik
  • Umwelttechnik
  • Wehrtechnik
  • Energietechnik
  • Verkehrstechnik und
  • Fertigungstechnik.


Unter Materialwissenschaft versteht man generell

  • die Wissenschaft von den Eigenschaften der Materialien
  • den physikalischen, chemischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Ursachen dieser Eigenschaften
  • und damit der wissenschaftlich begründeten Materialauswahl, Materialherstellung und Materialanalyse für technische Anwendungen.


Dabei ist „Material“ als Sammelbegriff für Rohstoffe, Werkstoffe, Halbzeuge, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, Teile und Gruppen, die zur Fertigung eines Erzeugnisses erforderlich sind, zu verstehen.

Der wirtschaftliche Erfolg von Werkstoff-Innovationen ist nur dann groß, wenn durch sie mit neuen Produkten neue Märkte erschlossen werden können. Zusätzlich kann der Einsatz neuer Werkstoffe während des gesamten Lebenszyklus zu beträchtlichen Einsparungen an Grundstoffen und Energie und somit zu spürbaren Entlastungen der Umwelt führen.

Kompetenz aus Österreich

Da der Bereich der Neuen Werkstoffe sehr breit gefächert ist, findet man in Österreich zahlreiche Unternehmen, die im Bereich Neue Werkstoffe tätig sind. Eine genaue Anzahl der Unternehmen, die sich in Österreich mit Materialwissenschaften beschäftigen, lässt sich sehr schwer definieren, da das Spektrum dieser Branche einfach zu breit ist. Es gibt in diesem Bereich einige Cluster, die nicht nur das große Interesse an dieser Branche zeigen, sondern auch verdeutlichen, dass sich besonders kleinere Unternehmen in Branchennetzwerken zusammenschließen und damit ihre Effizienz steigern.

Vor allem in Oberösterreich, wo sich auch der bedeutendste und größte Kunststoff-Cluster angesiedelt hat, sind viele dieser Firmen zu finden. Gemeinsam mit dem Kunststoff-Cluster hat sich ein Kompetenzzentrum im Bereich der Neuen Werkstoffe entwickelt. Der Kunststoff-Cluster ist eine gemeinsame Initiative der Länder Oberösterreich und Niederösterreich. Die Träger des Kunststoff-Clusters sind die Clusterland Oberösterreich GmbH und die ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH. Mit mehr als 380 Partnerunternehmen ist der Kunststoff-Cluster das größte Netzwerk für Kunststoff-Technologie in Österreich. Der Kunststoff-Cluster vereinigt Unternehmen aus den Bereichen:

  • Kunststoff-Verarbeitung
  • Kunststoff-Maschinenbau
  • Formen- und Werkzeugbau
  • Rohstoff-/Rezyklatherstellung und –handel
  • Kunststofftechnische Dienstleistungen und Institute
  • sowie F&E Transferzentren.


Weitere Technologiezentren, die sich mit Materialwissenschaften beschäftigen, gibt es in Ried, Kapfenberg und Uttendorf. Der Materialcluster Styria bündelt alle steirischen Unternehmen, Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Werkstoffbereiches. In der Region Steiermark verbindet der Materialcluster Styria fünf Universitäten, zwei Fachhochschulen, 22 Impulszentren und den Science Park Graz. Allein in der Steiermark gibt es über 1.100 Unternehmen, die sich mit Materialwissenschaften beschäftigen. 

Die Austrian Research Centers (ARC) umfassen die größten außeruniversitären und anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen in Österreich. Die ARC besitzen einen eigenen Geschäftsbereich, der sich „Materials Technologies“ nennt und in die Bereiche Functional Materials und Light Materials gegliedert ist. Am Standort Seibersdorf befindet sich das Zentrum für den Bereich Functional Materials. Das Leichtmetallkompetenzzentrum am Standort Ranshofen deckt die zweite Sparte der Materials Technologies ab. 

Auch im Bereich Forschung beschäftigen sich immer mehr Institute mit dem Themenfeld neue Werkstoffe. Hier sind unter anderem das Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie in Wien, sowie das Institut für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe in Leoben zu nennen.

Neben den renommierten Clustern, Technologiezentren und Forschungsinstituten gibt es in Österreich auch eine wichtige Veranstaltung im Bereich der Materialwissenschaften. Die VIENNA-TEC bildet den gesamten Markt innovativer Produkte, Dienstleistungen und Lösungen im Industrie-Bereich ab und präsentiert sechs Fachmessen unter einem Dach. 

 
 
 
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