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Neubewertung von Konsignationslagern in Deutschland

21. Januar 2017

Neubewertung von Konsignationslagern in Deutschland

In einem jetzt veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofes http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=34122&pos=0&anz=67 wurde eine Neubewertung von Konsignationslagern in Deutschland beschlossen. Bisher führte die „Zwischenlagerung“ zum Beispiel in einem Konsignationslager direkt in der Fabrik des Abnehmers, aus dem bedarfsweise Ware abgerufen wurde dazu, dass der Lieferer (und Inhaber des Konsignationslagers) die Ware zunächst i.g. erwerben bzw. einführen musste. Der Abruf aus dem Lager wurde dann mit deutscher Umsatzsteuer versteuert. Der BFH hat nun geurteilt, dass eine bereits vorher feststehende und kurzfristige Zwischenlagerung nichts daran ändert, dass die eigentliche Lieferung eine i.g. steuerfreie Lieferung ist. So haben das außerhalb Deutschlands viele andere Mitgliedstaaten praktiziert und auch der EUGH vertrat diese Sicht. Wer also z.B. ein Konsignationslager für österreichische Lieferanten oder als österreichischer Lieferant  in Deutschland unterhält, sollte prüfen, ob sich für ihn Erleichterungen aus dem Urteil ergeben.

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