Sowohl in Lehrberufen als auch in berufsbildenden höheren Schulen kommt das duale System – die Kombination von Theorie und Praxis – zur Anwendung. Lehrpläne oder Ausbildungs-Schwerpunkte werden den Anforderungen der Wirtschaft angepasst, in Betrieben Lehrlinge fachgemäß ausgebildet oder Praktika absolviert. In gemeinsamen Projekten zwischen Schulen und Wirtschaft, z.B. Diplomprojekte oder Projekte im Rahmen der Übungsfirmenarbeit, werden Ergebnisse von Forschung und Entwicklung praxisrelevant umgesetzt.
Auch die rund 20 Fachhochschulen, die 150 Studiengänge anbieten, und die 13 Universitäten des Landes halten intensiven Kontakt zur Industrie.
Diese Kombination wird europaweit als vorbildlich angesehen und ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Wirtschaftsstandortes Österreich. Ausländische Investoren schätzen besonders die fachspezifischen Fähigkeiten und das fundierte Basiswissen der österreichischen Arbeitnehmer.
Neben Praxisorientierung legt das österreichische Bildungssystem auch großen Wert auf Spezialisierung. Ob höher bildende Schulen im technischen oder kaufmännischen Bereich, die Möglichkeit zu hoher Spezialisierung ist immer gegeben. So bietet zum Beispiel die Höhere Technische Lehranstalt für Maschinenbau mehr als zehn unterschiedliche Ausbildungszweige an.
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