Advantage Austria Navigation zeigen

Einfuhrbestimmungen

Postsendungen © ADVANTAGE AUSTRIA

© ADVANTAGE AUSTRIA

In Österreich gelten Verpackungsverordnungen, Einfuhrbestimmungen und das Zollsystem der Europäischen Union. Diese Bestimmungen der EU sind grundsätzlich liberal. Wir zeigen Ihnen in einer übersichtlichen Zusammenstellung, was Sie dabei beachten müssen.

Inhalt:

Verpackungsvorschriften

Verpackungen von Lebensmitteln, Wein, Textilien und Chemikalien, aber auch von andern Produkten, müssen Markierungs- und Verpackungsvorschriften erfüllen.

Das CE-Zeichen

Das CE-Zeichen bestätigt die Übereinstimmung mit grundlegenden, von der EU festgelegten Sicherheitsnormen für folgende Güter:

  • Maschinen
  • Baumaterialien
  • Telekommunikationseinrichtungen
  • medizinische Geräte
  • Sportartikel
  • Spielzeuge
  • Explosivstoffe

Die CE-Markierung kann vom Produzenten oder seinem EU-Importeur erworben werden. CE-gekennzeichnete Produkte können in allen EWR-Staaten frei gehandelt und verkauft werden, ohne dass es im Bestimmungsland einer weiteren Prüfung des Produktes bedarf.

Zoll und Muster

Österreichische Zollbestimmungen

Mit dem EU-Beitritt hat Österreich die Einfuhrbestimmungen und das Zollsystem der Europäischen Gemeinschaft übernommen. Innerhalb des europäischen Binnenmarktes gibt es keine Zölle. Als Zollunion hat die EU einen gemeinsamen Außenzoll.

Zolltarife

Der durchschnittliche EU Importzoll beträgt ca. 4%. Ca. 60% aller Waren können aber zollfrei in die EU eingeführt werden. Der österreichische Zolltarif basiert auf dem TARIC, dem integrierten Tarif der EU. Zölle können von der EU auch ausgesetzt werden, sofern die zu importierenden Produkte nicht in der EU hergestellt werden.

Präferenzzölle

Das Generalized System of Preferences (GSP) legt die Bedingungen für Präferenzzölle für den Import aus Entwicklungsländern fest. Zusätzlich existieren eine Reihe von Sonderabkommen zwischen den EU-Mitgliedstaaten und Entwicklungsländern. Um diese Präferenzzölle in Anspruch nehmen zu können, muss ein Ursprungszeugnis vorgelegt werden.

Informationen

Allgemeine Informationen über die Zollbestimmungen erhalten Sie hier:

Bundesministerium für Finanzen
Hintere Zollamtsstraße 2b
1030 Wien
Austria
 
+43 1 51433 0
 
http://www.bmf.gv.at
Zentrale Auskunftstelle der österreichischen Zollverwaltung
Zollamt Villach
Ackerweg 19
9500 Villach
Austria
 
+43 1 51433 564 053
 
+43 1 51433 596 053
zollinfo@bmf.gv.at
 
http://www.bmf.gv.at/Zoll/Zollausknfte/_start.htm
Spezielle Auskünfte zu Zollverfahren erteilt: Competence Center Zoll

Informationen zu den Zoll- und den Einfuhrbestimmungen der EU:

Muster

Ein zollfreier Import von Mustern ohne kommerziellen Wert ist möglich. Dabei kann eine entsprechende Kennzeichnung oder Entwertung erforderlich sein. Für eine temporäre Einfuhr nach Österreich kann ein Carnet ATA verwendet werden.

Einfuhrlizenzen

Die Importbestimmungen der EU sind prinzipiell liberal. Es bestehen allerdings einige Ausnahmen und Restriktionen:

  • Importquoten
  • Antidumping-Zölle
  • UN-Embargos

Sonderregelungen gibt es bei gewissen Produkten wie z.B.

  • Textilien
  • Eisen und Stahl (Osteuropa)
  • landwirtschaftliche Produkte
  • Kriegsmaterial
  • sogenannte dual-use-Güter

sowie im Handel mit China.

Informationen über Importquoten und Einfuhrlizenzen erhalten Sie beim

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
Center 2 / Abteilung 9
Stubenring 1
1010 Wien
Austria
 
+43 1 71100 0
 
+43 1 71100 8386
post@c29.bmwfj.gv.at
 
http://www.bmwfj.gv.at

Importlizenzen für landwirtschaftliche Güter

Für einige landwirtschaftliche Güter sind Importlizenzen erforderlich. Diese Güter sind in einem Warenkatalog festgelegt. Außerdem sind besondere Vorschriften bei Verpackung und Etikettierung zu beachten.

Die Lizenzen werden ausgestellt von:

Agrarmarkt Austria - AMA
Dresdner Straße 70
1200 Wien
Austria
 
+43 1 33151 0
 
+43 1 33151 199
office@ama.gv.at
 
http://www.ama.at

Begleitpapiere Warenversand

Zollerklärung

Damit Waren aus Ländern außerhalb der EU frei in Österreich und damit auf dem Markt der EU zirkulieren können, muss eine Zollerklärung abgegeben werden. Der Deklarant muss in der Gemeinschaft ansässig sein. Die Zolldeklaration muss bei dem Zollamt eingereicht werden, bei dem die Waren in Kürze vorgelegt werden oder wurden.

Ausnahmen:

  • Transitgüter oder Güter der vorübergehenden Einfuhr
  • Lieferungen, deren Gesamtwert die statistische Schwelle von EUR 1.000 nicht überschreitet

Weitere Dokumente

Für die Verbringung von Waren von außerhalb der EU nach Österreich müssen weitere Dokumente vorgelegt werden.

Handelsrechnung

Die Handelsrechnung besteht in der Regel aus einer vollständigen Beschreibung der importierten Waren:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Menge

und aus Angaben:

  • zum Ursprungsland
  • zum Spediteur
  • zum Empfänger und
  • zum Ausfuhrland.

Zwei Kopien der Handelsrechnung müssen der Zollbehörde zusammen mit dem Luftfrachtbrief oder Frachtbrief vorgelegt werden.

Ursprungszeugnis

Bei Gütern, für die Präferenzzölle gewährt werden, ist ein Ursprungszeugnis nötig. Bei Textilien bestehen zusätzliche Informationsvorschriften. Für einige Waren kann eine Nicht-Präferenz-Bescheinigung erforderlich sein.

Besondere Bestimmungen

Lizenzen und verschiedene Bescheinigungen wie Pflanzengesundheitszeugnisse und Veterinärbescheinigungen müssen bei der Einfuhr von bestimmten Produkten vorgelegt werden. Vom Aussterben bedrohte Tierarten dürfen nicht importiert werden. Der Transport von lebenden Tieren unterliegt speziellen Regelungen.

zuletzt aktualisiert am:
30. September 2014
drucken
©©ADVANTAGE AUSTRIA