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Erneuerbare Energie in Österreich 

Solarzellen  © photocase.com/sriesen.ch

Österreich zählt zu den führenden Ländern auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.  Es gibt viele regionale Forschungsentwicklungen und Unternehmen, die ihren Fokus auf erneuerbare Energiequellen gelegt haben. Spezielle Netzwerke und Cluster ermöglichen Unternehmen die gegenseitige Nutzung von Wissen und Ressourcen.

 

Was ist Erneuerbare Energie?

Erneuerbare Energie bezeichnet jene Energie, die aus nachhaltigen Quellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind, erzeugt wird. Diese regenerativen Energiequellen können in Form von Windenergie, Wasserkraft, Gezeitenströmungen, Sonnenlicht und –wärme sowie Erdwärme auftreten. Entscheidend ist auch, dass bei der Nutzung dieser nachhaltigen Energiequellen weder Kohlendioxid noch strahlender Atommüll entsteht. Dabei wird bei den in der Umwelt laufend stattfindenden Prozessen Energie abgezweigt und der technischen Verwendung zugeführt. Im physikalischen Sinn wird die Energie nicht erneuert, sondern aus den genannten Quellen ständig neu zugeführt.

Bei den erneuerbaren Energiequellen unterscheidet man folgende Arten:

  • Erneuerbare Energie in der Stromerzeugung:
    wie beispielsweise Wasserkraft und Ökostrom (Kleinwasserkraft, Strom aus fester, flüssiger oder gasförmiger Biomasse, Deponie- und Klärgas, Geothermie, Windkraft und Photovoltaik)
  • Wärme aus erneuerbaren Energieträgern:
    wie beispielsweise Fernwärme, Biomasseanlagen, Sonnenenergie, Geothermie und Umgebungswärme
  • Biotreibstoffe:
    wie beispielsweise Biodiesel, Pflanzenöl, Flüssiggas, Erdgas, Wasserstoff und Methanol


Die vermehrte Nutzung regenerativer Energiequellen und die Anwendung umweltschonender Energietechnologien stellen wesentliche Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung dar. Diese können darüber hinaus dazu beitragen, auch für künftige Generationen Wohlstand und Lebensqualität zu sichern.
Regenerativen Energiequellen gehört die Zukunft. Sie sind sauber, schonen das Klima und sind unerschöpflich.

Kompetenz aus Österreich

Beim Einsatz von Alternativenergie spielt Österreich international ganz vorne mit. Hören Sie mehr dazu in einem Audio Stream: Alternative Energy made in Austria (in Englisch) [mp3, 940.8kb]

Der Anteil der erneuerbaren Energieträger ist, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, traditionell sehr hoch. Seit Beginn der 1980er Jahre liegt der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Bruttoinlandsverbrauch konstant über 20%. Die bislang bedeutendste erneuerbare Energiequelle stellt mit einem Anteil von über 11% die Wasserkraft dar. Die übrigen Anteile von heute knapp 11% entfallen großteils auf den Einsatz von biogenen Brennstoffen (vor allem Biomasse). 

So wird der Umsatz im Bereich aller erneuerbaren Energieträger – ohne mittlere und große Wasserkraft – im Jahre 2004 auf 1.461 Millionen Euro und im Jahre 2005 auf 1.880 Millionen Euro geschätzt. Im Jahre 2004 waren im Bereich der erneuerbaren Energieträger etwa 13.560 Arbeitsplätze gebunden, im Jahre 2005 waren es 17.600 Arbeitsplätze.

Besonders auffallend ist, dass es in Österreich viele KMUs im Bereich Biomasse und Bioenergie gibt. In Österreich liegt gerade in diesem Bereich neben der Wasserkraft der zweite Fokus im Feld der erneuerbaren Energieträger. Auch Kompetenzzentren und Verbände, wie z.B das Austrian Bioenergy Center und der österreichische Biomasse-Verband beschäftigen sich intensiv mit erneuerbarer Energie aus Biomasse und Biotreibstoff.

Einige der großen Cluster und Unternehmenszusammenschlüsse sind:


Im Bereich Forschung und Entwicklung gibt es zahlreiche Institute und Unternehmen in Österreich. Namhaft sind vor allem die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency in Wien, das Interuniversitäres Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung in Klagenfurt, die Joanneum Research GmbH (speziell das Institut für Energieforschung) und darüber hinaus Institute an österreichischen Universitäten. Hier vor allem die Technische Universität Graz mit ihrem Institut für Wärmetechnik und dem Institut für Verfahrenstechnik und die Technische Universität Wien mit dem Institut für Verfahrenstechnik, Brennstofftechnik und Umwelttechnik.

Erneuerbare Energieträger erfahren bereits große Anerkennung und Bedeutung in Österreich. Es gibt bereits viele regionale Forschungsentwicklungen und Unternehmen, die ihren Fokus auf erneuerbare Energiequellen gelegt haben. Spezielle Netzwerke und Cluster ermöglichen Unternehmen das gegenseitige Nutzen von Wissen und Ressourcen. Aufgrund der vielfältigen Entwicklungen in Österreich im Hinblick auf die Erzeugung, das Angebot und die Nutzung von erneuerbaren Energieträgern kann man davon ausgehen, dass sich immer mehr Unternehmen dem Bereich erneuerbare Energie widmen werden und dieser Markt auch in Zukunft eine rasche und positive Entwicklung erfährt.  

 
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