Die Nanotechnologie bietet Lösungskonzepte für eine Vielzahl aktueller Probleme durch den Einsatz kleinerer, leichterer, schnellerer und leistungsfähigerer Materialien, Komponenten und Systeme.
Eine global einheitliche Definition des Begriffs Nanotechnologie existiert allerdings schon aufgrund der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten in den verschiedensten Lebensbereichen nicht. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die Nanotechnologie eine Technologie ist, die auf Teilchen und/oder Strukturen beruht, die drei fundamentale Attribute besitzen:
Entscheidend ist dabei, dass allein aus der Nanoskaligkeit der Systemkomponenten neue Funktionalitäten und Eigenschaften zur Optimierung bereits bestehender oder zur Entwicklung neuer Produkte und Anwendungsoptionen resultieren. Das fundamental und revolutionär Neue der Nanotechnologien liegt in der Möglichkeit, Materialeigenschaften über die Größe der darin verwendeten Partikel gezielt zu beeinflussen.
Zu den wichtigsten nanotechnologischen Produkten bzw. Anwendungsbereichen zählen:
In der Nanotechnologie verschwimmen die Grenzen der verschiedensten Wissenschaften, sie wird daher auch als konvergente Technologie bezeichnet. Aufgrund der weitreichenden und zahlreichen Anwendungsbereiche wird der Nanotechnologie ein riesiges Potenzial zugeschrieben.
Derzeit setzen etwa 100 österreichische Unternehmen ihr Wissen um die Nanotechnologie ein. Noch mehr Unternehmen sind in Bereichen tätig, in denen Nano eine Rolle spielt und spielen wird. Dazu zählen unter anderem folgende Bereiche:
Nanotechnologie-Unternehmen finden sich in ganz Österreich. Derzeit findet jedoch eine örtliche Konzentration der Unternehmensgründungen und Ansiedelungen rund um die fünf renommiertesten Projektcluster statt. Diese Projektcluster sind Teil der Österreichischen NANO Initiative, einem 2004 gestarteten, nationalen Förderprogramm. Diese Initiative unterstützt heimische Forschungseinrichtungen mit rund 11 Millionen Euro pro Jahr. Bei der ersten Ausschreibung wurden fünf der acht eingereichten Projektcluster ausgewählt. Insgesamt werden etwa 15 Millionen Euro in diese fünf Nanocluster investiert, da sich auch die Firmen, die an den Projekten beteiligt sind, finanziell einbringen. Eines der primären Ziele der Initiative ist die Vernetzung bestehender Forschungsansätze, und zwar sowohl in (inter-)disziplinärer wie auch in geografischer Hinsicht. Die fünf Projektcluster bestehen aus insgesamt 11 Universitäten, 12 Firmen und zwei Kompetenzzentren.
Auf der Homepage der NANO Initiative präsentiert sich weiters das sogenannte Nano Forum, eine Plattform, die alle strategischen Nano-Partner (Universitäten, Forschungseinrichtungen, Firmen, Verbände, etc.) und deren Interessen repräsentiert.
Weiters gibt es in Österreich sehr renommierte Forschungseinrichtungen an der Montanuniversität Leoben mit den Studienrichtungen Werkstoffwissenschaft und Kunststofftechnik und an der TU Graz, die ein Studium zu Nanotechnologie und Nanoanalytik anbietet. An der Fachhochschule Vorarlberg gibt es auch die Möglichkeit „MNT – Micro and Nanotechnology“ zu studieren. Das Zentrum für Nanobiotechnologie an der Wiener Universität für Bodenkultur ist ein hervorragendes Forschungsinstitut, das über die Grenzen Österreichs hinweg bekannt ist.
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