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Besucherrekord beim 4. Danube Region Business Forum in Wien

24. November 2014

„Erfolg durch Kooperationen“ - unter dieses Motto stellte Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl das 4. Danube Region Business Forum (6.-7. November 2014) in seiner Eröffnungsrede.  

550 Teilnehmer aus 32 Ländern sorgten für einen neuen Besucherrekord und zeigten wie groß das Interesse an einer engeren Zusammenarbeit in den Ländern der Donauraum-Region ist. Schwerpunktthemen der Konferenz waren unter anderem EU-Förderungen, die Optimierung von Wertschöpfungsketten in der Lebensmittelindustrie oder die Duale Bildung zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.

In diesem Zusammenhang betonte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl den hohen Stellenwert von Aus- und Weiterbildung. Denn nur ein gutes Bildungssystem liefert die nötigen Fachkräfte, die wiederum zur Standortsicherung beitragen. Österreich steht diesbezüglich mit seinem dualen Ausbildungssystem – wie auch Deutschland oder die Schweiz – gut da und hat genau deswegen die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Auf EU-Ebene sieht es aber anders aus. Nur 3% der europäischen Jugendlichen sind derzeit in einem Dualen Bildungssystem integriert, bis zum Jahr 2020 sollen es rund 50% sein. „Österreich leistet bereits einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit innerhalb Europas. So läuft unter anderem ein von der slowakischen Regierung anerkanntes Pilotprojekt zur Wiedereinführung der Dualen Ausbildung in der Slowakei. Weitere Projekte sind gerade in Rumänien und Bulgarien im Anlaufen“, so Leitl.

Zum Thema EU-Förderungen und EU-Strategie für den Donauraum verwies Johann Sollgruber, amtsführender Vertreter der Europäischen Kommission in Österreich, auf die EU-Strukturfonds: Bis zu 100 Mrd. Euro sind für die Donauländer im Zeitraum von 2014 bis 2020 vorgesehen. Zudem könnten weitere 60 Mrd. Euro aus der 300 Mrd. Euro Investitionsinitiative der neuen Kommission unter Jean-Claude Juncker dazu kommen. Konkret geht es um die Verbesserung der Schifffahrt, den Bau multimodaler Terminals, dem Ausbau des multimodalen Donau- und Nordsüdkorridors für den Bahn-, Straßen- und Wasserverkehr, der Verbesserung der Wasserqualität und der Kooperation zwischen Universitäten und Betrieben im Forschungsbereich.

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