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Überblick

Die chemische Industrie gehört zu den größten Industriebranchen in Österreich. Bei Produktionswert und Anzahl der Beschäftigten liegt sie ganz vorn. Das attraktive Geschäftsumfeld, die Nähe zum Wachstumsmarkt Osteuropa und die ausgezeichnete Ausbildung der Mitarbeiter bieten den österreichischen Unternehmen ideale Bedingungen für Forschung, Entwicklung und Produktion. Beinahe zwei Drittel der Produktion gehen in den Export, ein Beleg für die Internationalität dieser Branche.

Inhalt:

Chemie für viele Einsatzbereiche

Die Unternehmen der chemischen Industrie in Österreich sind vorwiegend mittelständisch und beschäftigen durchschnittlich rund 150 Mitarbeiter. Zahlreiche führende multinationale Betriebe aus der chemischen Industrie vertrauen auf den Standort Österreich als Tor zu Mittel- und Osteuropa. Dazu zählen beispielsweise Beiersdorf und Henkel.

Ob als Auslandsniederlassung oder Tochterunternehmen, Österreich bietet beste Standortbedingungen, die bereits von vielen Großunternehmen geschätzt und genutzt werden. Die Unternehmen der österreichischen chemischen Industrie sind durch den Fachverband auch in allen wichtigen europäischen Branchen-Organisationen vertreten.

Erzeugnisse der chemischen Industrie

Den höchsten Anteil an den Erzeugnissen der chemischen Industrie nehmen Kunststoffwaren ein, gefolgt von Pharmazeutika. Mehr Infos über diese wichtigen exportorientierten Branchen:

Lacke, Anstrichmittel und Druckfarben

Die österreichische Lackindustrie stellt einen wichtigen Pfeiler der österreichischen chemischen Industrie dar. Sie nimmt vor allem mit ihren umweltfreundlichen Produkten und Produktionsverfahren eine Vorreiterrolle in Europa ein. Besonders im Bereich umweltfreundliche Wasserlacke leistet die österreichische Lackindustrie entscheidende Beiträge zu Luftreinhaltung und Klimaschutz. Nahezu 35% des Gesamtumsatzes werden durch Exporte erzielt. Erzeugt werden unter anderem:

  • Autolacke
  • Farben und Lacke für die Baubranche
  • Dispersionsfarben
  • Einbrennlacke
  • Holzschutz
  • Kunststoffbeschichtungen
  • Möbel- und Papierlacke
  • Pulverlacke
  • Rostschutzfarben
  • Zementfarben

Die hohe Qualität und die umwelt- und ressourcenschonende Anwendbarkeit dieser Produkte tragen wesentlich zum Exporterfolg der Branche bei.

Mehr als 10.000 Artikel finden sich in der Produktpalette der ADLER-Werk Lackfabrik , einem Tiroler Familienunternehmen. Über 60% der Produkte werden auf Wasserbasis hergestellt.

Die Rembrandtin Lack GmbH Nfg. KG zählt ebenfalls zu den führenden Unternehmen der österreichischen Lackindustrie. Hergestellt werden Speziallacke, die zu nahezu 70% in den Export gehen. Die Hauptmärkte liegen in Europa, vor allem in Deutschland, Frankreich, Schweden, Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien und Bulgarien. Zu den wichtigsten außereuropäischen Lieferländern gehören Indien, China, USA, Japan und Brasilien.

Die MUREXIN AG , ein traditionsreiches österreichisches Unternehmen mit Tochter- und Partner-Unternehmen in Deutschland, Polen, Ungarn, Slowenien, der Tschechischen Republik und der Slowakei, erzeugt Fassadenfarbe, Lacke und Lasuren.

Die TIGER Coatings GmbH & Co KG gehört zu den führenden Herstellern von Beschichtungs-Systemen. Bereits seit 1968 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Pulverlack-Technologie. Wichtigstes Geschäftsfeld ist die Entwicklung und Herstellung von umweltschonenden und effizienten duroplastischen Pulverbeschichtungen.

Die Donauchem GmbH ist Mitglied der Donau Chemie Gruppe, deren Wurzeln bis ins Jahr 1828 zurückreichen. Dieses Unternehmen liefert u.a. Rohstoffe für die Farben- und Lackindustrie.

Leime, Klebstoffe, Schmiermittel…

Bauklebstoffe aus Österreich finden Abnehmer in ganz Europa. Auch bei Schmiermitteln, Fetten und Ölen gibt es österreichische Unternehmen, die hochwertige und innovative Produkte für viele Einsatzbereiche erzeugen.

Murexin Klebetechnik bietet ein umfangreiches Sortiment von Klebelösungen für den Innenausbau sowie qualitativ hochwertige und umweltschonende Produkte für Parkett, Teppich, PVC, Tapeten, Linoleum, Gummi oder Kork an.

Die Donauchem GmbH erzeugt auch Etikettier-Leime.

Die Firma Henkel steht unter anderem für hochwertige Klebstoffe, die in vielen Bereichen Verwendung finden. Die Palette reicht von herkömmlichen Klebstoffen für Heim, Büro und Schule bis zu Hochleistungsklebstoffen für die Industrie.

Chemiefasern

Chemiefasern werden in Österreich derzeit in 4 Betrieben an insgesamt 3 Standorten produziert.

Die Asota GmbH stellt am Produktionsstandort Linz auf 5 Produktionsstraßen bis zu 25.000t Stapelfasern pro Jahr her. Die Exportrate beträgt 97% und unterstreicht die internationale Bedeutung dieses Unternehmens.

Evonik Fibres produziert in Lenzing Polyimid-Fasern und Multifilamentgarne, die als Filtermedien zur Abscheidung von Stäuben aus heißen Rauchgasen eingesetzt werden. Weitere Anwendungsgebiete sind Flammschutzbekleidung und Isolationsmaterial.

Die Lenzing Gruppe erzeugt Viskose- und Modalstapelfasern bzw. TENCEL®, eine nach dem Lyocell-Verfahren hergestellte Cellulosefaser.

Maschinen für die chemische Industrie

Österreichische Unternehmen im Bereich Maschinenbau exportieren erfolgreich in alle Welt. Der hohe technische Standard und das Know-how dieser innovativen Sparte werden auf den internationalen Märkten geschätzt.

Anbieter aus Österreich produzieren nicht nur die Maschinen, sondern liefern darüber hinaus auch Module, Werkzeuge und Automatisierung, die ihren Kunden höchste Qualität und Produktivität garantieren. Gut ausgebildete Fachkräfte, hohes Qualitätsbewusstsein und die Vernetzung mit Herstellern in anderen Ländern gehören zu den Erfolgsfaktoren.

Die Andritz AG erzeugt unter anderem Spezial-Pumpen und Filterpressen, die bei der Entwicklung von Farbstoffen, Pigmenten, Füllstoffen und anderen chemischen Zwischenprodukten zum Einsatz kommen.

Schwerpunkt der Josef Bertsch Ges. m.b.H. & Co. KG sind Apparate für die chemische und petrochemische Industrie.

Der Fachbereich Apparatebau und Schweißtechnik der Bilfinger Chemserv GmbH ist spezialisiert auf die Fertigung und Reparatur von Behältern und Apparaten für die chemische und die petrochemische Industrie.

Die Ortner GesmbH baut seit über 40 Jahren Anlagen für die Pharma-, Halbleiter-, Chemie- und Lebensmittelindustrie.

Forschung und Innovation

Die chemische Industrie hat in den letzten 100 Jahren unser Leben stark verändert. Von Grundchemikalien wie Ammoniak und Schwefelsäure für die Industrie, intelligenten Materialien und Kunststoffen, bis hin zu pharmazeutischen und biochemischen Erzeugnissen: Die Chemie, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fortschritte und ihre Erzeugnisse sind ein Grundpfeiler der modernen Volkswirtschaften und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Verantwortungsvoll und umweltbewusst

Responsible Care (Verantwortliches Handeln) und Corporate Social Responsibility (Gesellschaftliche Verantwortung) sind Ziele, zu denen sich die österreichische Chemieindustrie klar bekennt. Im Rahmen dieses verantwortlichen Handelns werden über den Umweltschutz hinaus Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer und der Konsumenten in den Mittelpunkt gestellt.

Responsible Care in Österreich läuft seit 1992 und ist Teil eines weltumspannenden Programms, welches allen Unternehmen unabhängig von ihrer Größe die Teilnahme an einer globalen Initiative ermöglicht. 33 österreichische Betriebe, die zusammen rund 40% des Produktionswertes ausmachen, nehmen mit Erfolg an diesem anspruchsvollen Programm teil.

Die chemische Industrie in Österreich hat sich Mitte der 1990er Jahre zu einer umweltbewussten und beinahe CO2-neutralen Kreislaufwirtschaft entwickelt. Sie arbeitet hocheffizient und setzt modernste Technologien zur Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen in der Produktion ein.

Forschungsintensiv

Die Verbindung von chemischer Industrie und Forschung hat in Österreich eine lange Tradition. So gründete Carl Auer von Welsbach, einer der bedeutendsten Forscher seiner Zeit, 1898 die Treibacher Chemischen Werke. Heute gilt die Treibacher Industrie AG als weltweit führend im Bereich Chemie und Metallurgie, betreibt Niederlassungen in Kanada, Slowenien, Japan und China und erzielt eine Exportquote von 83%.

Das österreichische System der Forschungsförderung stellt einen wichtigen Anreiz für die forschende Industrie dar. In Österreich wird doppelt so viel an Unternehmensforschung durch ausländische Quellen finanziert wie im EU-Durchschnitt.
Die chemische Industrie hält mit 10,4% der Ausgaben für Forschung und Entwicklung eine Spitzenposition innerhalb der Industrie.

Der Pharmasektor einschließlich Biotechnologie ist die Branche mit den insgesamt höchsten Forschungsausgaben pro Mitarbeiter. Nähere Infos dazu: Life Science und Pharma

Auch die österreichische Kunststoffbranche weist überdurchschnittliche F&E-Investitionen auf und beeinflusst damit den internationalen Standard. Weitere Infos dazu: Kunststoffe

Vernetzt

Dank einer hervorragenden Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ist die chemische Industrie in Österreich eng am Geschehen, wenn es um die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung geht. Ein Beispiel ist der Kunststoff-Cluster in Oberösterreich mit rund 400 Partnern. Durch ihn sollen zukünftige Wachstumspotenziale erschlossen und Initiativen im Kunststoff-Bildungsbereich angestoßen werden.

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