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Architektur

Halle mit Holzkonstruktion © ADVANTAGE AUSTRIA

© ADVANTAGE AUSTRIA

Nirgendwo sonst harmoniert die Geschichte der Architektur mit ihrer Moderne so perfekt wie in Österreich. Baujuwele aus allen Epochen sind in Österreich praktisch an jedem Ort zu finden. Aber auch die zeitgenössische Architektur kann mit herausragenden Beispielen aufwarten.

Inhalt:

Tradition und Innovation

Von Otto Wagner und Adolf Loos über Roland Rainer oder die Vorarlberger Bauschule bis hin zu den visionär-utopischen Architekturerweiterungen von Hans Hollein oder Coop Himmelblau reicht der Bogen an identitätsstiftenden Architekturpositionen in Österreich.

Maßgebliche Elemente österreichischer Baukultur sind:

  • der kommunale Wohnbau in Wien ab 1919
  • die architektonische Eroberung der alpinen Landschaft
  • eine handwerklich fundierte regionale Baukultur in den einzelnen Bundesländern

Neue Bauaufgaben, neue Bauherrenschichten sowie neue Technologien haben die gegenwärtige Architekturszene stark diversifiziert. Sie ist gekennzeichnet von einer neuen Generation, die ein Spektrum an Haltungen aufweist. Gemeinsam ist ihnen, dass sowohl die Kontinuität als auch die Diskontinuität historischer Positionen bewusst reflektiert und in eigenständigen autonomen Haltungen manifestiert wird.

Sparten und Strukturen

In Österreich ist in den letzten Jahren eine steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Architektur zu beobachten. Auf Angebotsseite ist eine Schere zwischen vielen kleinen und wenigen großen Architekturbüros zu verzeichnen.

Je nach Unternehmensstruktur lassen sich drei Gruppierungen unterscheiden:

  • die klassischen Architekturbüros: Sie sind zumeist durch die mittlere Generation an Architekten repräsentiert. Ihr Kerngeschäft sind Entwurf und Planung, ihre Spezialisierung erfolgt entlang von Gebäudetypen.
  • die Großbüros: Sie sind durch eine Vielzahl von Mitarbeitern sowie mehrere Partner gekennzeichnet. Akquisition und Marketing sind stark ausgeprägt. Sie bieten zumeist Gesamtpakete von der Bauberatung bis zur Inneneinrichtung an.
  • die jungen Büros: Sie entstehen mehrheitlich durch Zusammenschlüsse selbständiger Partner, repräsentiert durch Arbeitsgemeinschaften und Kooperationen. Zumeist sehr innovativ und interdisziplinär ausgerichtet, bieten sie neben Architekturleistungen auch Grafik, Design und andere Kreativleistungen an.

Die Online-Datenbanken www.nextroom.at und http://www.austria-architects.com/de bieten umfassende Informationen über die Österreichische Architektenszene an. Die jungen Büros haben sich zur Interessensgemeinschaft Architekturschaffender (IG Architektur ) zusammengeschlossen.

Bauindustrie

Die österreichische Bauwirtschaft ist mit einem Bruttoproduktionswert von rund 30 Mrd. Euro und einer Beschäftigung von ca. einer Viertelmillion Menschen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Österreich.

Die derzeitige Hochkonjunktur beruht zu einem Großteil auf dem beschleunigten Ausbau der Infrastruktur, unter anderem die Bahnhofsoffensive der ÖBB, der Bau von EM-Stadien für die Europameisterschaft 2008 sowie der Ausbau des Wiener Flughafens. Diese Maßnahmen dienen dazu, Österreich als Unternehmensstandort zu profilieren und die Basis für das Wirtschaftswachstum von morgen zu legen.

Die Plattform www.leitbetriebe.at verfügt über eine umfangreiche Online-Datenbank aller österreichischen Bau-Leitbetriebe. Einige unter ihnen engagieren sich auch als Förderer zeitgenössischer Architektur, wie etwa die Firmen Wienerberger Ziegelindustrie, Porr, Hazet, Eternit oder Pro:Holz Austria.

Bauherren und Bauträger

Hinter jedem Bauwerk steht nicht nur ein Architekt, sondern auch ein Bauherr. Die Rolle der Bauherren wird in Österreich durch den seit 1967 vergebenen Bauherrenpreis gewürdigt.

Eine Reihe großer Bauträger leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Vermittlung österreichischer Architektur, so etwa die BIG Bundesimmobiliengesellschaft , Kallco oder Mischek .

Denkmalschutz

Der Denkmalschutz in Österreich ist eine Angelegenheit des Bundes, während die Regelung von Bauwesen (Flächenwidmung, Schutzzonen, etc.) im Kompetenzbereich der Gemeinden und Länder liegt. Zentrale Institution für die Unterschutzstellung, Restaurierung und Finanzierung ist das Bundesdenkmalamt .

Der staatliche Denkmalschutz in Österreich geht bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts auf die kaiserliche „K.K. Central-Commission“ zurück. 1923 wurde das auch heute noch gültige Denkmalschutzgesetz erlassen. Der denkmalgeschützte Anteil der Gesamtbaumasse in Österreich beträgt heute rund 2%, ein im europäischen Vergleich niedriger Wert.

Eine Reihe von Interessensgemeinschaften und Plattformen bemühen sich um die Wahrnehmung und Erhaltung baulicher Kulturgüter, unter anderem:

Städtebau und Raumplanung

Nicht nur die Architektur, sondern auch der Städtebau hat in Österreich Tradition. Bereits Mitte des 19.Jahrhunderts standen etwa Wiener Stadterneuerungsprogramme exemplarisch für städtebauliche Aktivitäten anderer europäischer Zentren. Der Generalregulierungsplan von Otto Wager 1892 oder später sein radikal konzentrisches Großstadtkonzept von 1911 erwiesen sich als zukunftsfähige Basis für eine bis heute geführte Debatte.

Die staatliche Raumplanungskompetenz liegt in Österreich bei den Ländern und Gemeinden. Zur Koordination ist die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) eingesetzt worden, eine von Bund, Ländern und Gemeinden getragene Einrichtung. Sie hat nur empfehlenden Charakter.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Vermittlung und Diskurs

Interessensvertretungen


Unabhängige Architekturinitiativen


Online Datenbanken


Institutionen


Festivals

Autor:
Doris Rothauer / Büro für Transfer
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