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Content und Multimedia

Frau liest im roten Buch © ADVANTAGE AUSTRIA

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Tradition trifft Innovation – so lässt sich Österreichs vielseitige Content- und Multimediabranche wohl am besten beschreiben. Dieser Bereich spannt seinen Bogen von Literatur und Verlagswesen bis hin zur Multimedia-, Software- und Internetindustrie, sowie grossen und zahlreichen Mikrountenehmen als innovative Anbieter.

Inhalt:

Tradition und Innovation

Tradition in der Contentbranche findet man vor allem in der umfassenden Geschichte der Österreichischen Literatur. Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Marie-Ebner von Eschenbach, Ödön von Horváth, Robert Musil, die Liste an bedeutenden österreichischen Schriftstellern ist lang.

In der österreichischen Nachkriegsliteraturliteratur setzte die „Wiener Gruppe“ rund um H.C. Artmann und Friedrich Achleitner neue maßgebliche Impulse. Und auch im dramaturgischen Bereich feiern Österreichs Schriftsteller große Erfolge, wie etwa Thomas Bernhard oder Elfriede Jelinek, jüngst durch den Literatur Nobelpreis geehrt.

Innovation innerhalb der österreichischen Content- und Multimediawirtschaft kann vor allem der sich rasch entwickelnde Bereich elektronischer Medien verzeichnen. Österreichs E-Contentbranche präsentiert sich als dynamischer Teil der heimischen Kreativwirtschaft.

Sparten und Strukturen

In der vielfältigen österreichischen Content- und Multimediawirtschaft kann grundsätzlich zwischen der traditionellen Contentwirtschaft und dem E-Contentbereich unterschieden werden.

Traditionelle Contentwirtschaft:

  • Literatur
  • Verlagswesen
  • Printmedien

E-Contentbereich:

  • Multimedia
  • Software
  • Spieleindustrie
  • Internetindustrie

Der österreichische Literatur- und Printbereich besticht durch inhaltliche Vielfalt, strukturell ist er im Vergleich zur jüngeren Content-Industrie von relativ klaren Strukturen gekennzeichnet. Innerhalb der Wertschöpfungskette kommt nach der künstlerischen Produktion des Schriftstellers die Organisationsarbeit der Verlage, die Produktion in der Druckerei und schließlich die Auslieferung, gefolgt vom Vertrieb über Buchläden.

Im Gegensatz zur traditionellen Contentwirtschaft werden im Multimedia Bereich digitale Inhalte transportiert. Der elektronische Teil der österreichischen Content- und Multimediawirtschaft ist vielfältig, heterogen und schwer zu unterteilen. Die Grenzen zum Design oder zur Werbewirtschaft sind fließend. Zumeist wird die E-Content- und Multimediawirtschaft als Subbranche der IT-Industrie, mit Positionierung innerhalb des Software-Segments definiert.

Nach dem Marktboom in den 1990ern erlebte die IT-Branche in den letzten Jahren weltweit eine Stagnation. Gegen den Gesamttrend erzielt jedoch der österreichische Kreativbereich des IT-Sektors, vor allem Multimedia weiterhin ein Wachstum. Kreativen Output findet man vor allem im dynamischen Spiele- und Softwarebereich. Insbesondere die österreichische Software- und Multimediabranche macht durch ihr kreatives Potential zunehmend auf sich aufmerksam.

Literatur, Verlagswesen und Printmedien

Österreichs Autoren-Szene

Der kreativste Bereich innerhalb der traditionellen Contentwirtschaft, die künstlerische Produktion, entwickelt sich dynamisch. Seit 1990 macht die österreichische Literaturszene mit einem erfreulichen Wachstum an Autoren von rund 30% auf sich aufmerksam. Dieses österreichische Phänomen lässt auf ein „Revival“ des traditionellen Buchs schließen.

Immer wieder können Österreichs junge Autoren auf internationalen Buchmessen große Erfolge feiern. Ausgezeichnete Autoren der österreichischen Gegenwartliteratur sind unter anderem Daniel Kehlmann, Wolf Haas, Daniel Glattauer, Walter Kappacher.

Das österreichische Literaturhaus bietet eine umfassende Datenbank zur österreichischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts an.

Verlagswesen

Österreichs Kreativwirtschaftwirtschaft zählt um die 1.000 Verlage, unter denen es oft zu Zusammenschlüssen kommt, nicht zuletzt um sich im wichtigen deutschen Markt etablieren zu können. Die österreichischen Verlage, als Bindeglied zwischen Buchhandel und Autor, publizieren um die 5.000 Bücher jährlich. Wien präsentiert sich mit rund der Hälfte der Verlage, als bedeutendster Standort Österreichs.

Auswahl an bedeutenden österreichischen Verlage:

Printmedien

Die Konzentration im österreichischen Markt für regelmäßig erscheinende Medien ist international einzigartig. Der Sektor der Tageszeitungen wird von fünf Verlegern dominiert:

Österreichs Sektor für Kulturmedien präsentiert sich wesentlich heterogener und bietet auch für Branchen der Kreativwirtschaft regelmäßige, themenspezifische Veröffentlichungen.

Multimedia und E-Content

Der österreichische E-Content- und Multimediabereich ist vielfältig, heterogen und schwer zu unterteilen. Die Grenzen zum Design oder zur Werbewirtschaft sind fließend. Zumeist wird die E-Content- und Multimediawirtschaft als Subbranche der IT-Industrie, mit Positionierung innerhalb des Software-Segments definiert. Sie umfasst:

  • Multimedia
  • Software
  • Spielindustrie
  • Internet und Mobilfunk

Im Gegensatz zur traditionellen Contentwirtschaft werden im Multimedia-Bereich digitale Inhalte transportiert. Viele der österreichischen Unternehmen am Multimediamarkt bieten Produktion und Gestaltung multimedialer Leistungen mit einer kreativ-künstlerischen Zielsetzung an.

Multimedia

Der Kreativbereich Multimedia beinhaltet Tätigkeiten von Unternehmen mit Schwerpunkt in kultur- und kreativitätsorientierten Gestaltungs- und Programmierungsleistungen. Dieses Kreativsegment stellt in Österreich rund 10% der Softwareerstellung bzw. -dienstleistung dar und macht 1% des gesamten IT-Marktes aus.

Der Kreativbereich des IT-Sektors, insbesondere der Multimediabereich, sowie die Verwertung von Content auf mobilen Plattformen, weisen ein starkes Wachstum auf.

Die Plattform Creativespace gibt einen Überblick über die vielfältigen Dienstleistungen, wobei sich auch einige Anbietergemeinschaften bereits etabliert haben.

Wien ist im Multimedia und E-Contentbereich der bedeutendster Unternehmensstandort Österreichs. Dies ist auf die wirtschaftliche Infrastruktur sowie das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften zurückzuführen.
In Westösterreich sind Multimedia-Anbieter für den Tourismusbereich tätig.

Software

Besonders die Herstellung von Software hat im Zuge der globalen Entwicklung mit einer hohen Marktkonzentration zu kämpfen. Neue Markteintreter müssen mit großen Softwareherstellern konkurrieren. In der Regel gilt das Prinzip je mehr Konsumenten eine Software benutzen, desto nützlicher für den Einzelnen, und desto eher der Zuwachs der großen Unternehmen.

Der österreichische Markt ist, gemessen an Umsatzzahlen, vom internationalen Anbieter dominiert. Heimische Softwarehersteller sind vor allem auf Nischenmärkte spezialisiert. So ist Österreich beispielsweise mit der Herstellung von Bankensoftware am gesamten ost-europäischen Markt etabliert mit Anbietern wie s IT Solutions oder Raiffeiseninformatik .

Einen Überblick über Österreichs Software-Hersteller finden Sie auf der Website der Computerwelt oder unter www.top1001.at . Auch das Internetportal der IT-Zeitschrift Monitor bietet ausführliche Informationen zur österreichischen Softwarelandschaft.

Lösungsanbieter für Open Source Systeme sind bei den Open Source Experts aufgelistet.

Spielindustrie

Der Spielmarkt teilt sich in drei unterschiedliche Segmente:

  • Power-Gaming:
    Es werden Spiele für eine relativ kleine Konsumentengruppe produziert, welche bereits über die erforderliche Hardware, das technische Know-how und die zur Nutzung erforderliche Zeit verfügt.
  • Spielkonsolen:
    Das Segment der Spielkonsolen wird von 3 internationalen Anbietern dominiert. Aufgrund dieser starken Konzentration wird es hier in nächster Zeit auch in Österreich nur zu minimalen Änderungen kommen.
  • Casual Gaming:
    Im Gegensatz zum Power-Gaming werden hier Konsumenten angesprochen, die nicht über komplexe Hardware-Systeme verfügen und sich für ein leicht zugängliches Spielangebot interessieren. Produkte im Bereich Casual Gaming werden über das Internet oder Mobiltechnologien verwendet. Aufgrund der geringen Gebrauchsbarrieren ist die Zielgruppe für diesen Markt auch in Österreich am wachsen.

Internet und Mobilfunk

Der österreichische Markt bietet für Internet- und Mobilfunkanbieter ausgezeichnete Voraussetzungen. Österreich zählt zu den europäischen Länder mit der höchsten Internet-Verbreitung und einer außergewöhnlichen Mobilfunkdichte.
Die ISPA organisiert als Interessensvereinigung der Internet Service Provider regelmässig Veranstaltungen.

Im "Quartier Digitaler Kultur" im Museumsquartier Wien finden sich zahlreiche Netzinitiativen, wie quintessenz , Funkfeuer sowie eine Außenstelle des ARS Electronica Center.

Interessensvertretungen und Plattformen

Technologienetzwerk Content Industries
Autor:
Doris Rothauer / Büro für Transfer
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