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Design

Druckplatte  © photocase.com/smile4mone

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Design steht heute für weit mehr als reine Formgebung. Nicht nur Objekte und Produkte, sondern auch Dienstleistungen, Prozesse und Systeme sind zu gestalten. Österreichs Designlandschaft ist interdisziplinär, spannungsgeladen, vielfältig. Sie steht für eine zukunftsgerichtete Kultur des Bewahrens, für die Verbindung von Tradition und Innovation.

Inhalt:

Tradition und Innovation

Die österreichische Designgeschichte ist in mehrfacher Weise davon gekennzeichnet, Gegensätzlichkeiten in ein Spannungsverhältnis zu setzen:

  • Tradition und Innovation
    Sind Tradition und Innovation zumeist gegensätzliche Pole, so verbinden sich die beiden im österreichischen Design aufs engste.
  • Industrielles Massenprodukt und handwerkliches Luxusobjekt
    Von der Wiener Werkstätte bis hin zur Gegenwart ist der Werkstatt-Charakter prägend.
  • Künstlerische Ausrichtung und Dienstleistung

    Viele herausragende Designer beziehen ihre Position aus einer künstlerischen individualistischen Haltung heraus.

Sparten und Strukturen

Der Begriff Design trifft heute auf den gesamten Prozess der form- und funktionsgebenden Entstehung von Waren und Dienstleistungen zu. Charakteristisch sind die vielfältigen Überschneidungen mit anderen Kreativbereichen, vor allem der Werbe- und PR-Branche sowie dem Multimedia-Bereich. Die klassische Spartentrennung trifft heute auf kaum ein Designbüro mehr zu, die Regel sind Mehrfachangebote und Überschneidungen zwischen:

  • Produkt- und Industriedesign
  • Graphik- und Kommunikationsdesign
  • Raumdesign (Innen- und Außenausstattung)
  • Mode- und Textildesign
  • Digitales und Mediendesign
  • Service- und Dienstleistungsdesign

In Österreich ist die Designlandschaft dominiert von Kleinbetrieben und Ein-Personen-Büros. Die vergleichsweise größten Unternehmen finden sich im Bereich Produkt- und Industriedesign. Mehr als zwei Drittel der heimischen Designer arbeiten interdisziplinär und spartenübergreifend.

Charakteristisch ist die Standortnähe von Design-Anbietern zur Industrie. Österreichs Wirtschaftsballungszentren sind vor allem im städtischen Großraumbereich zu finden.

Produktdesign und Industriedesign

In den letzten Jahren ist in Österreich ein Gründungsboom zu erleben. Laut einer Studie der österreichischen Designstiftung wurden 41% der Unternehmen im Bereich Produkt- und Industriedesign zwischen 1996 und 2002 gegründet.

Wien ist traditionellerweise das Zentrum der künstlerisch ausgerichteten Designpositionen. In Westösterreich und im Raum Graz hat sich eine professionelle Szene für Industrial Design entwickelt.

Zu den etablierten Designbüros für Produkt- und Industriedesign gehören unter anderem:

Zu den jüngeren Vertretern des Industrial Design gehören unter anderem:

Viele der jungen und neuen Designbüros bieten neben dem Produktdesign auch Grafik-, Medien- und Kommunikationsdesign an. Stellvertretend dafür stehen etwa:

Der österreichische Markt für Industriedesign ist sehr eng. Die heimischen Produkt- und Industriedesigner orientieren sich daher häufig am internationalen Markt. Dennoch gibt es eine Reihe von traditionsreichen österreichischen Unternehmen, die auf Design als Wettbewerbsfaktor setzen.

Auswahl an federführenden Unternehmen:

Grafikdesign und Kommunikationsdesign

Mehr als die Hälfte der österreichischen Designer arbeiten im Grafik-Bereich, darunter auch viele bildende Künstler. Eine Beschränkung auf rein grafische Dienstleistungen findet man fast nur noch bei Einzelunternehmern und Freelancern. Neue Dienstleistungen wie Kommunikationsdesign und Corporate Design entsprechen dem breitgefächerten Angebot. Darüber hinaus unterhält der Grafikbereich ausgeprägte Verbindungen zu anderen Kreativwirtschaftsbereichen wie Musik, Literatur, Werbung, Kunst, Medien.

Stellvertretend für eine Vielzahl professioneller Büros und Agenturen stehen:

• Print-Grafikbereich

• Kommunikations- und Webdesign

Raumdesign: Innen- und Außenausstattung

Eine neue Designszene ist in der für Österreich traditionellen Möbel- und Konsumgüterbranche am Kommen. Beispiele dafür sind

Einige Vertreter der neuen Designszene in Österreich haben von Österreich aus internationale Karriere gemacht, wie etwa:

Andere haben sich erfolgreich im Ausland niedergelassen, wie

Produktion und Vertrieb

Österreich beheimatet eine Reihe traditionsreicher Unternehmen, die sich durch ihre kunstgewerbliche Ausrichtung auszeichnen. Unternehmen wie

stehen für die Verbindung von Tradition und Innovation.

Eine Reihe junger Firmen besetzen in der Zusammenarbeit mit Designern erfolgreich Marktnischen.

Beispiele dafür sind

Eine Besonderheit im Vertrieb österreichischen Möbeldesigns stellt das möbel in Wien dar, mit Schwerpunkt auf junges und nicht etabliertes Wohndesign und innovativen Möbelbau.

Die Plattform PureAustrianDesign trägt wesentlich dazu bei, österreichisches Design international neu zu präsentieren.

Textildesign und Modedesign

Der Bereich Mode- und Textildesign ist mit ca. 3% aller österreichischen Designunternehmen der kleinste Designbereich, rund die Hälfte davon sind Einzelunternehmen. Dennoch hat in den letzten Jahren eine starke Profilierung österreichischer Labels stattgefunden. Die Modeplattform Unit F büro für mode hat hierbei ganz wesentlich zu einer internationalen Anerkennung und Professionalisierung der heimischen Modeszene beigetragen.

Dementsprechend groß ist das Wachstumspotential. Zwei Drittel der heimischen Erfolgslabels wurden in den Jahren seit 2000 gegründet. Die größten Zuwachsraten verzeichnet der pret-à-Porter Bereich, das sind Unternehmen, die mindestens zwei Kollektionen pro Jahr entwerfen, die in Serie gehen.

Für das hohe kreative Potential und Niveau österreichischer Modedesigner stehen hier exemplarisch einige wenige herausgegriffene Positionen:

  • International etablierte Designlabels:
    Edwina Hörl, Hartmann Nordenholz, Petar Petrov, Ute Ploier, Wendy & Jim
  • Avantgardistisch/Konzeptionell:
    Eva Blut, Fabrics Interseason, flor de illusion
  • Klassisch orientiert:
    Edith A’Gay, Claudia Brandmair, Elfenkleid, Shella Kann, Michél Mayer, Claudia Rosa Lukas
  • Up and Coming:
    Anna Aichinger, Awareness & Consciousness, House Of The Very Island’s Royal Club Division Middlesex Klassenkampf But The Question Is Where Are You, Now?, Wilfried Mayer, Eric Rainer
  • Schmuck und Accessoires:

    Sonja Bischur, Büro Baumann, Petra Galogaza, Florian Ladstätter, Melanie Haarhaus, Rosa Mosa

Heimische Modelabels arbeiten sehr stark exportorientiert. Europa ist Hauptzielmarkt, gefolgt von Japan. Der Export erfolgt zumeist über Agenturen oder Showrooms, in Europa zudem über Messebeteiligungen.

Musterkollektionen werden im eigenen Betrieb hergestellt. Serienproduktionen werden weitgehend ausgelagert, bevorzugt an heimische Bekleidungshersteller. Von zunehmender Bedeutung sind Produktionsstätten in Osteuropa.

Unter den österreichischen Modeproduzenten finden sich eine Reihe traditionsbewusster Unternehmen, die auf hochwertige Qualität und handwerkliche Orientierung setzen. Einige investieren konsequent in innovative Kooperationen mit Designern.

Beispiele dafür sind

Einen eigenständigen Part nimmt die Trachtenmode ein. Kooperationen zwischen der österreichischen Trachtenindustrie und der Mode sorgen für eine kreative Neubestimmung der Traditionsbekleidung.
Für einen modernen kosmopolitischen Austrian Look stehen Firmen wie

Österreich beherbergt eine traditionsreiche Textilindustrie, die vorwiegend in Westösterreich mit Vorarlberg als Zentrum angesiedelt ist. Sie zeichnet sich durch eine hohe Innovationsfreudigkeit und eine gute Vernetzung mit der heimischen Designerszene aus.
Beispiele dafür sind

Eine Besonderheit ist die Vorarlberger Stickereiwirtschaft . Österreich ist der Welt viertgrößter Erzeuger von Stickereien und Innovationsführer bei Design und Technologie.

Vermittlung und Diskurs

Plattformen und Vertretungen

Die wichtigsten Plattformen sowie Institutionen und Vertretungen in Österreich sind vor allem folgende:

Festivals und Veranstaltungen

Autor:
Doris Rothauer / Büro für Transfer
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