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Weiterer ESA-Satellit kommt aus Österreich

2017.08.22

Die Technische Universität Graz baut gemeinsam mit der RUAG Space einen neuen Kleinsatelliten für die Europäische Weltraumagentur ESA. Der Nanosatellit wird Daten für die Klimaforschung sammeln und soll 2020 ins All starten.

Kleinsatelliten sind handliche Objekte, die das Potenzial haben, die Weltraumforschung weiterzubringen. Denn mit den kompakten Satelliten ist es möglich, neue Weltraumtechnologien rasch und kostengünstig zu testen. Nun hat die Europäische Weltraumorganisation (ESA) Österreich mit dem Bau eines weiteren Kleinsatelliten beauftragt. Mit dem „Cubesat“ PRETTY wird der fünfte Satellit „Made in Austria" ins All abheben.

Die TU Graz wird ihn gemeinsam mit der RUAG Space GmbH realisieren. Der Nanosatellit PRETTY (Passive REflecTomeTY) wird knapp größer als eine Milchpackung sein. Er besteht aus 3 Würfeln von jeweils 10x10 Zentimetern, soll 2020 ins All starten und in maximal 600 Kilometer Höhe die Erde umkreisen. Als erster Nanosatellit überhaupt wird er das Eis auf Gletschern oder an den Polen sowie die Wellenbewegungen der Ozeane vermessen und registrieren. Der Cubesat ist Teil der weltweiten Umwelt- und Wetterbeobachtung der ESA und trägt dazu bei, den Klimawandel zu erforschen. PRETTY ist bereits der dritte Satellit aus den Labors der TU Graz.

Mit dem neuen Auftrag der ESA ist Österreich in der Königsklasse der Satellitenbauer angekommen. Österreich hat für den neuen Cubesat rund 2,5 Mio. Euro vom zuständigen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie bereitgestellt. Rund 120 österreichische Firmen und Organisationen mit über 1.000 Beschäftigten sind in der Weltraumindustrie tätig. Der Gesamtumsatz der Branche beträgt jährlich 125 Mio. Euro.

zuletzt aktualisiert am:
2017.08.17
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