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Neuartiges Robotersystem aus Österreich für präzisere Neurochirurgie

2017.10.26

Das österreichische Unternehmen iSYS Medizintechnik hat ein innovatives Robotersystem für die minimal-invasive Chirurgie vorgestellt. Es erhöht die Genauigkeit bei derartigen Eingriffen im Gehirn und senkt zudem die Operationsdauer.

Der von iSYS Medizintechnik entwickelte Miniaturroboter iSYS 1 soll bis Mitte 2018 auf den Markt kommen. Das Grundsystem ist als Plattform konzipiert und in Europa sowie den USA bereits zertifiziert. iSYS Medizintechnik unterhält ein Joint Venture mit dem US-Medizintechnikkonzern Medtronic und ist Teil des Austrian Center for Medical Innovation and Technology (ACMIT). Klinischer Partner für die Anwendung in der Neurochirurgie ist Prof. Wolfsberger von der Universitätsklinik für Neurochirurgie in Wien.

Von der Idee bis zur Zulassung bildet iSYS Medizintechnik alle wesentlichen Kernkompetenzen ab, alle Entwicklungen haben Neuheitswert und sind entsprechend patentiert. Ziel ist es, Robotik-Systeme für die minimal- und mikro-invasive Chirurgie zu produzieren, die die Operationszeit senken, die Präzision und damit die Sicherheit verbessern und dem Patienten einen schonenden Eingriff garantieren. Zudem sollen die Anschaffungskosten für einen breiten Einsatz in der klinischen Routine deutlich unter dem Preis gängiger, großer Operationsroboter liegen und damit auch für mittelgroße Spitäler leistbar sein.

Das gesamte System passt in einen Reisekoffer, der Roboter selbst ist nicht viel größer als ein Taschenbuch und damit viel kompakter als andere Systeme und kann mit unterschiedlichen Instrumenten bestückt werden. Die Planung und Berechnung der Zieldaten erfolgt mit Hilfe einer Planungssoftware auf Basis computertomographischer Bildgebung. Während des Eingriffes können dann diverse Instrumente (Biopsienadeln, Tiefenelektroden, Ablationsnadeln oder Katheter) mit Hilfe einer Instrumentenführung präzise im Körper platziert werden.

In einer klinischen Studie in der Neurochirurgie konnte der Miniatur-Roboter bereits bei 150 Patienten erfolgreich eingesetzt werden. Das System arbeitet nicht autark, es assistiert und dient der Instrumentenführung, die Kontrolle hat immer der Arzt. Das derzeitige Einsatzgebiet ist die Radiologie, ab Herbst 2018 soll die Neurochirurgie hinzukommen.

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