Die Geschichte von Apple ist eine erfolgreiche. Vor 50 Jahren wurde das Unternehmen in Kalifornien, USA gegründet. Der Mythos von der Garagen-Firma hält sich bis heute, nicht alles an dieser Erzählung ist wahr. Unbestritten ist allerdings, dass sich Apple zu einem einflussreichen internationalen Konzern entwickelt hat: Vision und Mut haben das Unternehmen durch Höhen und Tiefen geführt. Steve Jobs, einem der drei Gründer, mutete schon die Aura eines genialen Gurus an.
Die Produkte im Apple-Universum sind innovativ und verlässlich. Was in ihnen steckt oder woher einzelne Komponenten der Erzeugnisse kommen, darüber ist wenig bekannt. Trotzdem ist belegt, dass Firmen aus Österreich seit Jahren Teil der Apple-Lieferkette sind. Das Geburtstagsjubiläum ist eine gute Gelegenheit, auch das zu feiern! Um keine Rangliste anzudeuten, werden die Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge aufgezählt:
ams-OSRAM AG ist spezialisiert auf innovative Licht- und Sensortechnologie. Das österreichische Unternehmen hat Lösungen für Umgebungslicht- und Näherungserkennung entwickelt. Sie ermöglichen z.B. die automatische Displayanpassung oder das Abschalten des Bildschirms beim Telefonieren. Als Apple für das iPhone X eine neue Gesichtserkennung verwendete, hat sich der Chef der ams AG (frühere Name der Firma) stolz zur im Titel genannten Aussage hinreißen lassen, denn die Technologie war gespickt mit Komponenten aus Österreich.
AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft stellt High-End-Leiterplatten und IC-Substrate her und ist damit führend am Weltmarkt. Die Mikroelektronik des österreichischen Unternehmens kommt in Smartphones und anderen mobilen Endgeräten zum Einsatz, wo Hochleistungschips verwendet werden und schnelle Rechenleistung benötigt wird.
Infineon Technologies Austria AG zählt zur globale Spitze in der Herstellung von Halbleiterlösungen und zählt zur europäischen Lieferkette von Apple. Welche Infineon-Chips in welchen Apple-Produkten verwendet werden, lässt sich nicht genau zuordnen. In Österreich ist aber das globale Kompetenz-Zentrum für Leistungselektronik von Infineon beheimatet. Und das bedeutet: Forschung, Entwicklung und Produktion energieeffizienter Halbleiter aus Österreich werden in einer Vielzahl moderner Elektronik- du Digitalprodukte weltweit eingesetzt.
NXP Semiconductors Austria GmbH ist das globale Kompetenz-Zentrum für sichere kontaktlose Identifikationssysteme, NFC und Kryptografie des NXP-Konzerns. Hier werden Hard- und Softwarelösungen entwickelt und die technologische Grundlage geschaffen, die Apple z.B. für Wallet-, Payment- und Access-Funktionen benötigt.
Die Plansee Group verarbeitet die Hochleistungsmetalle Wolfram und Molybdän. Und stellt Komponenten für Apples Lieferkette her. Das österreichische Unternehmen hat sich verpflichtet, für Apple ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zu verwenden. Damit ist die Plansee Group Teil des „Clean Energy Program“ des US-Konzerns.
TDK Electronics und Apple blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit zurück. Das Unternehmen entwickelt hochsensible Sensorsysteme, die auf dem Effekt des Tunnel-Magnetwiderstand basieren. Das ermöglicht z.B. die Funktion der Kamerastabilisierung beim Smartphone. Der Standort in Österreich ist das größte europäische Werk der TDK-Gruppe und bündelt Forschung, Material- und Prozessentwicklung sowie die industrielle Fertigung.
Für Apple beginnt nach dem 50er nun auch eine neue Ära: Nach 15 Jahren an der Spitze wird Tim Cook Anfang September seinen Hut nehmen. John Ternus übernimmt als CEO und wird die Zukunft führen.