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100 Jahre Niemetz Schwedenbomben

Ein österreichisches Süßwaren-Original feiert seinen 100-jährigen Geburtstag.

© Niemetz
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Im Jahr 1926 produzierte der Wiener Zuckerbäcker Walter Niemetz gemeinsam mit seiner Frau Johanna und einem befreundeten Schweden die erste Schwedenbombe. Das Rezept war und ist so simpel, wie raffiniert: knuspriger Waffelboden, luftiger Schaum und knackige Schokoglasur.

Auch wenn es in vielen Ländern ähnliche Süßigkeiten (Schokokuss oder Schaumbecher mit Waffel-, Oblaten- oder Marzipan-Boden) gibt, die Österreicher:innen halten der Niemetz Schwedenbombe seit 100 Jahren die Treue.

Das zeigte sich besonders 2013: Das Unternehmen geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Die Schwedenbomben drohten aus den Verkaufsregalen zu verschwinden. Die Aktion „Rettet die Schwedenbombe“ bewahrte die Schwedenbombe vor dem Aus: Tausende Fans schlossen sich zusammen und kauften alle Schwedenbomben, die im Verkauf waren, um das Ende des beliebten Süßwarenprodukts zu verhindern. Mit Erfolg: Die Heidi Chocolat AG übernahm das Unternehmen und führte die Produktion in Österreich (Wiener Neudorf) fort.

Dort werden die Schwedenbomben heute noch produziert und von Hand in die Verpackungen gesetzt. Auch Kurse zum Selbermachen der Schaumküsse werden am Produktionsstandort angeboten. Im Jahr 2025 haben rund 12.000 Personen an so einem Workshop teilgenommen und die selbst produzierten Schwedenbomben verkostet.