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Der Sektor Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) spielt in Österreich eine große Rolle. Digitale Technologien sind nahezu flächendeckend verbreitet, werden intensiv genutzt und durch eine sehr gute Infrastruktur unterstützt. Aber nicht nur als Anwender sind Österreicherinnen und Österreicher top. Die österreichische Wirtschaft leistet auch einen erheblichen Beitrag zur Herstellung von Smartphones und Tablets. Viele Bestandteile wie Leiterplatten, Sensoren oder Miniaturlautsprecher werden in Österreich entwickelt und hergestellt.

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Der Telekommunikationsmarkt in Österreich lässt sich in folgende drei Bereiche unterteilen:

  • Carrier (Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken)
  • Service Provider (Anbieter von Dienstleistungen, Mobile Virtual Network Operators)
  • Supplier (Hersteller von Telekommunikationslösungen, z.B. Hersteller von Smartphones und -Komponenten) 

Neben den direkt von der Branche angebotenen Produkten, Systemen, Komponenten und Dienstleistungen geht von den Unternehmen des österreichischen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Sektors auch eine beachtliche indirekte Wertschöpfung aus. Durch die Vernetzung und Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche profitieren zahlreiche andere Branchen – von der Industrie über den Handel bis hin zum Dienstleistungssektor – maßgeblich von Innovationen und technologischen Fortschritten im IKT-Bereich. Die hohe Dynamik der Branche stärkt nicht nur die Beschäftigung im eigenen Segment, sondern trägt auch zur Produktivitätssteigerung und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft bei. 

Insbesondere die Förderung und Unterstützung von Forschung und Entwicklung (F&E) haben in Österreich Tradition. Der Staat bietet verschiedene Förderprogramme, und Unternehmen investieren konsequent in Innovationsaktivitäten. Dies ermöglicht wettbewerbsfähige Lösungen, die international anerkannt sind, und unterstützt den Technologietransfer über die Landesgrenzen hinaus. Österreich zählt daher zu den europäischen Vorreitern im Bereich der digitalen Transformation und der Entwicklung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien.

Der führende Kommunikationsanbieter in Österreich hat mehr als 5,1 Millionen Mobilfunk- und 2,7 Millionen Festnetz-Kunden und betreibt eigene Netze für mobile sowie standortgebundene Telefonie. Das Unternehmen ist in insgesamt sieben Ländern Zentral- und Osteuropas aktiv.

Beispiel Smartphone

Ein österreichisches Unternehmen beliefert acht der zehn größten Hersteller von Mobiltelefonen mit Leiterplatten. Am Standort in Österreich wird vor allem die Forschungs- und Entwicklungsarbeit betrieben. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, China, Indien und Korea.

In Österreich befindet sich auch das Kompetenzzentrum für sichere kontaktlose Identifikationssysteme eines weltweit agierenden Unternehmens. Dort werden funkbasierte Halbleiter für RFID (Radio Frequency Identification), Smart Labels bzw. Smart Tags, Smart Cards, NFC (Near Field Communication) und MIFARE entwickelt. Die in Österreich entwickelten NFC-ICs werden in Smartphones und Tablets. NFC-Komponenten aus Österreich sind in mehr als 150 Endgeräten enthalten.

Miniaturlautsprecher vom Technologie- und Weltmarktführer aus Österreich sorgen für den einwandfreien Klang beim Telefonieren und Abspielen von Musik und Videos. Die namhaftesten Hersteller setzen bei ihren Produkten auf Lautsprecher aus Österreich.

Das österreichische Know-how für Lichteffekte und Beleuchtungsmanagement ermöglicht die Produktion leistungsfähiger Geräte mit deutlich verbesserter Akkuleistung. Ein österreichisches Unternehmen ist Weltmarktführer für Lichtsensoren und beliefert fast alle führenden Smartphone-Hersteller. Forschung, Entwicklung und Produktion dieser Komponenten kommen aus der Steiermark im Süden Österreichs.

Beschichtungswerkstoffe, die für das Funktionieren von Displays unerlässlich sind, und Anlagenbauteile für die Herstellung von Halbleiterschichten liefert ein Unternehmen aus Tirol mit Produktionsstandorten in zehn Ländern.

Der kleinste Lautsprecher der Welt, der auf der MEMS-Technologie basiert, kommt aus Österreich. Das Unternehmen fertigt auch Verstärker für NFC-Chips, Gestik-Sensoren und Mikrofone, die analog Geräusche unterdrücken.

Sicherheit und Verantwortung

Anbieter einer Technologie, über die ein Großteil des wirtschaftlichen, politischen und auch privaten Informationsaustausches stattfindet, müssen ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit ihrer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen legen. Diese Verantwortung übernehmen die österreichischen Unternehmen der Branche durch innovative Entwicklungen.

Die Telekommunikationsbranche trägt maßgeblich zur Einsparung von Energie bei. Sie ermöglicht z.B. die intelligente Steuerung von Stromnetzen (Smart Grids) und verringert die CO2-Emission durch die Vernetzung von Mobilitätsoptionen oder die Möglichkeit virtueller Meetings.

Die Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Telekommunikationsgeräten ist allerdings auch mit erheblichen negativen Umweltauswirkungen verbunden. Seien es der hohe Energieaufwand und die Umweltbelastung bei der Produktion, der Stromverbrauch im Betrieb oder Rohstoffverluste durch unsachgemäßes Recycling: Die Branche hat in diesem Bereich ein enormes Verbesserungspotenzial.

5G und KI-Nutzung durch Unternehmen

Die Unternehmen bewegt die  Einführung und vermehrte Nutzung von 5G und die Umsetzung der damit einhergehenden neuen Möglichkeiten im Umgang mit hohen Datenraten, mehr Kapazität, differenzierten Latenzzeiten und gesenktem Energieverbrauch. Im internationalen Vergleich punktete Österreich zuletzt bei der überdurchschnittlichen Entwicklung bei der KI-Nutzung durch Unternehmen.

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Letzte Änderung : 08.06.2026