Der Beginn des neuen Studienjahres steht in Österreich vor der Tür. In anderen Ländern wird schon fleißig gelernt, geforscht, diskutiert und geprüft. Viele haben sich längst für eine Fachrichtung entschieden, einen Aufnahmetests absolviert und wissen bereits, in welchem Land, in welcher Stadt, an welcher Universität sie studieren werden. Viele sind noch im Entscheidungsprozess und freuen sich über Empfehlungen.
So werden auch Hochschulen selbst zum Untersuchungsgegenstand, um Orientierungshilfen für angehende Akademiker:innen anzubieten. Neben den internationalen Universitäts-Rankings gibt es auch Studien, die einen Schritt weiter gehen und Uni-Städte als Ganzes untersuchen.
Das Hochschulanalyse-Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS) veröffentlicht seit 2004 jährlich Rankings zur Performance von Universitäten und internationale Studierenden-Befragungen. Im aktuellen Best Student Cities 2027 Ranking hat es eine österreichische Stadt in die Top Ten geschafft: Wien! Im 2025-Ranking lag Wien noch auf Platz 14, ein Jahr später erreichte es den 10. Platz und hat sich nun wieder um einen Rang verbessert. Auf dem Siegespodest finden sich seit Jahren dieselben drei Metropolen, wenn auch auf wechselnden Plätzen. Im aktuellen Ranking geht Gold an Seoul, Silber an Tokio und Bronze an London.
Ziel der „QS Best Student Cities“-Liste ist es, die besten Städte für internationale Studierende zu präsentieren. Zwei Voraussetzungen muss eine Stadt erfüllen, um sich für das Ranking zu qualifizieren: Die Einwohner:innenzahl muss bei mindestens 250.000 liegen, hier wird der Ballungsraum betrachtet. Und die Stadt muss mit mindestens 2 Universitäten im aktuellen „QS World University Rankings®“ vertreten sein. Wenn diese Hürden geschafft sind, beginnt die Erhebung.
Nach welchen Kriterien wird dann bewertet? Die Beurteilung von 23 Indikatoren sorgt für das Resultat. Sie sind in folgende 6 Hauptkategorien eingeteilt:
- Universitäts-Ranking (wie viele Unis der Stadt sind im Ranking und auf welchem Platz?)
- Mix an Studierenden (z.B. Anteil der internationalen Studierenden, Anteil der Studierenden an der Bevölkerung, Inklusion und Toleranz)
- Lebensqualität (z.B. Sicherheit, Luftverschmutzung, Verkehr, Gesundheitsversorgung)
- Beschäftigungssituation (z.B. Jugendbeschäftigung, Ruf der Uni-Absolvent:innen unter der arbeitenden Bevölkerung)
- Leistbarkeit (z.B. Lebenserhaltungskosten, Studiengebühren)
- Ergebnisse einer Befragung von Studierenden (z.B. Freundlichkeit, Nachhaltigkeit, Vielfalt, etc. der Stadt, Anteil der Menschen, die nach dem Studien-Abschluss weiterhin in der Stadt leben.
Wien hat vor allem mit der hohen Lebensqualität und dem Anteil internationaler Studierender gepunktet und wurde in der Umfrage von Studierenden direkt gut bewertet. Was dieses Ranking von vielen anderen internationalen Vergleichen unterschiedet: US-Hochschulen spielen hier nicht vorne mit. Betreuungsverhältnis oder Forschungsergebnisse sind Faktoren, mit denen diese Unis glänzen, sie spielen im QS-Ranking allerdings keine Rolle.
Unterm Strich ein tolles Zeugnis: Nicht nur Zahlen und harte Fakten allein sind ausschlaggebend für eine gute Platzierung. Wie die Zielgruppe die Stadt wahrnimmt, sich dort wohlfühlt und wie sie selbst sie bewertet, gibt entscheidende Punkte – nicht nur im Ranking der Student City, sondern auch im eigenen Studierendenleben und Universitätslaufbahn.