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In Österreich liegen nicht nur die größte untertägige Wolframerzlagerstätte der westlichen Welt, die größte Talklagerstätte Mitteleuropas und die größte Sideritlagerstätte der Welt. Hier findet man auch einen Weltmarktführer bei Feuerfestprodukten und einen Technologieführer im Bereich des Einsatzes von Recyclingmaterial bei mineralischen Rohstoffen. Die Branche gewinnt die Rohstoffe nachhaltig und erzeugt Produkte in unterschiedlichen Formen – innovativ, kostenbewusst und auch nach extrem kundenspezifischen Anforderungen.
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Rohstoffe für das tägliche Leben

Keine Produkte ohne mineralische Rohstoffe, kein Tag ohne mineralische Rohstoffe. Ohne mineralische Rohstoffe gäbe es kein Haus, keinen Zug, keine Straße, keine Zeitung, aber auch keine Computer oder Handys. Österreichs Bergbau gewinnt hochqualitative Rohstoffe, die zu gefragten Produkten für die ganze Welt weiterverarbeitet werden. Nur ein Beispiel: Eisenglimmer aus Österreich wird in Rostschutzanstrichen weltweit eingesetzt, von der Bosporus-Brücke in der Türkei bis zur Sydney Harbour Bridge.

Obwohl es sich in Österreich um einen vergleichsweise kleinen Sektor handelt, sind die Produktionsmengen bei einzelnen Rohstoffen im weltweiten Vergleich beachtlich. Österreich ist weltweit bei der Produktion von Magnesit auf Platz 5, bei Wolframerz auf Platz 7 und bei Talk auf Platz 11.

Die Branche gewinnt und verarbeitet mineralische Rohstoffe wie Erze (Eisenerz, Wolfram, Eisenglimmer) und Industrieminerale (Magnesit, Salz, Talk und Leukophyllit, Grafit, Kaolin u.a.) nach kundenspezifischen Spezifikationen und bietet teilweise auch kundenspezifische Serviceleistungen am Ende des Produktlebenszyklus an.

Der österreichische Bergbau betreibt die Gewinnung mineralischer Rohstoffe in mehr als 1.200 obertägigen Abbauen (Tagebaue, Steinbrüche, "Kiesgruben") und 40 untertägigen Bergbauen. Unter den hochspezialisierten österreichischen Unternehmen finden sich Weltmarkt- und Technologieführer. Ihrer Produkte sind aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften weltweit gefragt.

Beispiel Feuerfestindustrie

Die österreichische Feuerfestindustrie lässt mit besonderen Lösungen aufhorchen: Feuerfestprodukte für „Clean Steel“, 3D-Druck, Simulationsprogramme für die gesamten Produktionslinien in den Kundenindustrien (Strömungssimulation), das sind technologische Leistungen von weltweit anerkannter Qualität. Aber auch bei der Energieeffizienz und bei Innovationen im Bereich Recycling nimmt die Österreichische Branche eine besondere Stellung ein.

Beispiel Talk

Ein österreichisches Unternehmen des Talkbergbaus hat ein spezielles Verfahren entwickelt, mit dem feinst-vermahlenes Talkpulver mit herausragenden Eigenschaften für die Kunststoffhersteller produziert wird. In kompaktierter Form wird es zu den weltweiten Kunden gebracht. Das Unternehmen erbringt technische Höchstleistungen bei der Strahlvermahlung und beim Finden von Logistik-Lösungen für diese innovativen Rohstoff-Produkte.

Nachhaltigkeit

Österreichische Rohstofffirmen setzen Trends im Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Rechtlichen Anforderungen für Industrieunternehmen, Zertifizierungen und konzern- bzw. unternehmensinterne Leitlinien wirken zusammen und sichern Nachhaltigkeit im Umgang mit Rohstoffen im Bergbau.

Angestrebt wird ein möglichst vollständiger Abbau der Lagerstätte bei der Gewinnung der Rohstoffe. Eine Rekultivierung bzw. Renaturierung der Tagebaue trägt zum Umweltschutz bei. Wenn möglich kommt Recycling zur Schonung der Primärrohstoffe zum Einsatz. Auch beim Einsatz anderer Ressourcen wie Energie und Produktionsmittel werden umweltpolitische Aspekte berücksichtigt. Und nicht zu vergessen: Mineralische Rohstoffe sind auch die Basis für die Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit für die aus ihnen gewonnenen Produkte.

Ausbildung

In Österreich gibt es mehrere Ausbildungsmöglichkeiten für Experten für eine Beschäftigung im Bergbau:

  • HTL Leoben
  • Montanuniversität Leoben
  • fachspezifische Ausbildungen an der Werkmeisterschule für die Mineralrohstoffindustrie in Leoben
  • „on the job“-Training in Bergbaubetrieben nach fundierter Lehrausbildung

Letzte Änderung : 18. Dezember 2020