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Die Branche Aerospace und Sicherheit hat in Österreich einiges aufzuwarten. So war zum Beispiel bei der Erforschung des Kometen Tschuri österreichische Technik und Kompetenz im Wert von 43 Mio. Euro beteiligt. Sicherheitstechnik aus Österreich ist technologisch weltweit führend. Und im Luftfahrt-Sektor gibt es in Österreich mehr als 200 spezialisierte Unternehmen.
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Die Branche Aerospace / Sicherheit umfasst die Bereiche Luft- und Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit. Die Mehrheit der Unternehmen, die sich der Luft- und Raumfahrtindustrie zuordnen lassen, sind Zulieferunternehmen und es gibt nur sehr wenige große OEMs. Der Exportanteil dieser Unternehmen ist sehr hoch.

Die Luftfahrt ist weltweit eine Branche von strategisch eminenter Bedeutung. Sie verbindet Städte und Kontinente, ist Motor der Weltwirtschaft und zeichnet sich durch hohe Forschungsintensität aus. Sie ist weitgehend von der Konjunktur unabhängig und damit ein tragender Pfeiler von Wertschöpfung und Beschäftigung.

Im Bereich Weltraumtechnik wird in Österreich das ganze Spektrum abgedeckt: von Komponenten für Satelliten und Raumfahrzeugen über Bodenequipment bis hin zu spezialisierten Messinstrumenten. So ist zum Beispiel das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften an fünf Instrumenten der Raumsonde „Rosetta“ beteiligt.

Die Branche begegnet den weltweit häufig auftretenden Naturkatastrophen mit neuen Technologien und Ansätzen und liefert Produkte zur Prognose, Linderung und Aufarbeitung von Naturkatastrophen.

Angesichts geopolitischer Konflikte, internationalem Terrorismus, Kriminalität und Cyber-Risiken gilt die Sicherheitsbranche als Wachstumsmarkt. Die wichtigsten Wachstumstreiber sind die Innere Sicherheit, Sicherheitsdienste, Objekt-und Personenschutz sowie der Netzwerk- und Datenschutz.

Die vier Bereiche der Branche Luftfahrt, Raumfahrt, Sicherheit und Verteidigung haben gemeinsame Schnittmengen, die Spezialisierungen der Unternehmen sind sehr divers. Zu finden sind Produzenten und Dienstleister 

  • für Luftfahrzeuge, z.B. für Materialien, Motoren und Antriebstechnik, Innenausstattung oder Geräte für Air Traffic Control
  • für Satelliten, z.B. Kommunikations- und Kontrolleinrichtungen
  • im Bereich Personenschutz, Objektschutz sowie Überwachung, z.B. Schutzbekleidung, Spezialfahrzeuge, Ausrüstung für Feuerwehr und Polizei, Gebäudetechnik und elektronische Überwachungssysteme und für den Katastrophenschutz


Luftfahrt-Know-how mit Tradition

Die österreichische Luftfahrtindustrie blickt auf eine Geschichte von mehr als 100 Jahren zurück. Im Jahr 1909 entwickelte der österreichische Erfinder Igo Etrich die sogenannte Etrich-Taube, ein Monoflügel-Flugzeug, das das erste massenproduzierte Militärflugzeug in Österreich und Deutschland wurde. Heute beschäftigen die österreichischen Unternehmen in der Luftfahrt rund 9.200 Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich rund 2,2 Mrd. Euro Umsatz. Ein Großteil 75%) der Unternehmen sind Klein- und Mittelunternehmen, aber es gibt auch 20 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 10 Mio. Euro.

High-Tech für die Verteidigung

Die österreichische Verteidigungsindustrie ist eine Hochtechnologiebranche mit großem Zukunftspotenzial. Ein Großteil der Unternehmen stellen sogenannte Dual-Use-Produkte her, die im zivilen und militärischen Bereich eingesetzt werden. Die österreichische Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft erzielt einen Jahresumsatz von rund 2,5 Mrd. Euro.

Sicherheit für Weltmärkte

Produkte österreichischer Unternehmen aus der Sicherheits-Branche sind auf der ganzen Welt im Einsatz. Geliefert werden qualitativ hochwertige Schutzbekleidung, Spezialfahrzeuge, Ausrüstung für Feuerwehren und Polizei, Gebäudetechnik, Brandmeldeanlagen sowie Alarm- und elektronische Sicherheitssysteme. Auch im Bereich IT-Sicherheit haben Österreichs Unternehmen enormes Know-how.

Forschung

Der forschungsintensive Luftfahrtsektor investiert im Durchschnitt rund 11% seines Umsatzes in Forschung, Technologie und Innovation. Mit dieser Forschungsquote gehört die zivile Luftfahrt weltweit zu den forschungsintensivsten Branchen, knapp hinter der Pharmaindustrie.

Diese Forschungsinvestitionen zeichnen sich durch eine sehr hohe Effizienz aus. Der Umsatz mit Produkten, die in den vergangenen fünf Jahren entwickelt wurden, erreicht einen Anteil von rund 45% am Gesamtumsatz eines Unternehmens. Nach dem Motto: „Noch leiser, noch verbrauchsärmer, noch leichter, noch komfortabler“ besteht eine sehr große Nachfrage nach neuen, innovativen Produkten. Damit zählt die Luftfahrt zu den „Power-Innovatoren“ unter den Industriesparten.

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Letzte Änderung : 25.09.2020