Inhalt

Überblick

Standard Content Module
Die größte Hubbrücke der Welt, eine Abwasserreinigungsanlage in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Konstruktion eines effizienten Rennflugzeugs - das sind nur einige Beispiele österreichischer Ingenieurleistungen. Möglich gemacht werden sie durch eine erstklassige Ausbildung, die Suche nach nachhaltigen Lösungen, vielfältige Kompetenzen und gute Zusammenarbeit. Das können ausländische Kunden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der 7.700 Ingenieurbüros in Österreich erwarten.
listen

Technische Leistungen für das tägliche Leben

Ingenieurleistungen sind vielfältig und allgegenwärtig. Die österreichischen Ingenieurbüros sind in über 50 unterschiedlichen Spezialgebieten tätig, z.B.:

  • Bauphysik
  • Elektrotechnik
  • Innenarchitektur
  • Installationstechnik
  • Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
  • Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur und
  • Maschinenbau

Sie alle sorgen für Lebensqualität und Komfort. Dabei ist Ressourcenschonung eines der obersten Ziele. Über die Beratung, die Anfertigung von Plänen und Studien und die Durchführung von Untersuchungen über die Überwachung der Ausführung und die Abnahme von Projekten: An allen Schritten sind Ingenieurinnen und Ingenieure beteiligt.

Der Erhalt einer lebenswerten Umwelt, die Schaffung wirtschaftlicher und nutzungsorientierter Gebäude, der Einsatz neuer Technologien und die partnerschaftliche Arbeits- und Auftragskultur während des gesamten Lebenszyklus sind die wichtigsten Orientierungspfeiler der Branche.

Ingenieurleistungen aus Österreich für die ganze Welt

Im Hafen von Rotterdam ist ein österreichisches Ingenieursbüro als Generalplaner für eine Hubbrücke verantwortlich, vom Vorentwurf bis zur Realisierung. Sowohl die Herstellung der Gründung und Pfeiler im Wasser als auch die beengten Platzverhältnisse stellten für Planung und Ausführung eine besondere Herausforderung dar. Im Regelbetrieb stellt die neue Brücke zwei schiffbare Öffnungen sowie eine Querung für Autobahn- und Eisenbahnverkehr zur Verfügung. Im gehobenen Zustand wird die Durchfahrt von Hochseecontainerschiffen ermöglicht.

Die Neue Österreichische Tunnelbaumethode (NÖT)/ New Austrian Tunnelling Method (NATM) ist ein international bekanntes und seit langem erfolgreich eingesetztes Verfahren. Bis heute verfeinern österreichische Forscherteams die Prozesse und arbeiten auch an der Weiterentwicklung alternativer Methoden.

Ein österreichisches Planungs- und Beratungsunternehmen, das auf Großprojekte in den Bereichen Öl & Gas, Energie, Wasser und Verkehrsinfrastruktur spezialisiert ist und Großprojekte interdisziplinär aus einer Hand bearbeitet, ist an der Trans-Anatolian-Gas-Pipeline in der Türkei, an Wasserkraftprojekten in Laos und an einer Flughafensanierung in Turkmenistan beteiligt.

Die Entwicklung einer vollstabilisierten Multisensor-Plattform zur Fernerkundung mit Hilfe eines Leichtflugzeugs ist das Ergebnis österreichischen Engineerings. Das dafür entwickelte Stabilisierungssystem ist weltweit einzigartig, verbessert die Qualität der Daten erheblich und das System ist sehr kostengünstig.

Entscheidend zum Umweltschutz des gesamten nördlichen Polarkreises trägt eine Abgas-Entschwefelungslage aus Österreich für das Nickelwerk in Norilsk (Russland) bei. Das Mega-Projekt, das insgesamt aus 25 Teilanlagen besteht, wurde unter schwierigen Bedingungen geplant: fast durchgehend Dauerfrost, Temperaturen bis zu minus 57°C, Permafrostboden, Transporte nur über See- bzw. Flussweg und bei laufendem Betrieb.

Zukunft gestalten

Wer in Zukunft Gebäude baut, wird das unter sozioökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen tun, die sich erheblich von den heutigen unterscheiden. Der Klimawandel wird die Planung, Errichtung und den Betrieb der Gebäude wesentlich beeinflussen. Neue Werkstoffe und Verfahren eröffnen hier Möglichkeiten, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

In Zukunft wird ein Großteil der Menschheit in sogenannten „Megacities“ leben, die neue Anforderungen an Mobilität, Energie, Abfall- und Wassermanagement, Gewerbe- und Wohnungsbau sowie Freizeitanlagen stellt.

Die Gesellschaft und die Arbeitswelt haben sich durch die zunehmende Digitalisierung in den letzten Jahren stark verändert. Die Verwendung von spezieller Software ist in praktisch allen Fachbereichen eine Selbstverständlichkeit. Die Technologie „Building Information Modeling (BIM)“ ist im Rahmen der Digitalisierung im Bauwesen ein wesentlicher Bestandteil, der sich international kontinuierlich etabliert. BIM wird in Zukunft die Wertschöpfungskette im Baubereich wesentlich beeinflussen und zu organisatorischen Veränderungen der Abläufe im Bauprozess führen.

Letzte Änderung : 30.11.2020